Internetgestützte Forschung am IMAREAL

Das Internet hat das wissenschaftliche Arbeiten radikal verändert. In der 'Google-Gesellschaft' zählt die Bereitstellung von digitalen Ressourcen zu den großen Herausforderungen wissenschaftlicher und Kultur vermittelnder Institutionen.

Am Institut für Realienkunde wurde die Bedeutung des World Wide Web für Forschung, Lehre und Unterricht früh erkannt: Bereits seit 2002  ist die mittlerweile ca. 22.500 Einträge umfassende digitale Bilddatenbank frei über das Web zugänglich. REALonline – macht das visuelle Kulturerbe aus Österreich und aus Regionen Mitteleuropas via Internet für alle verfügbar. Mit  dem im Mai 2017 abgeschlossenen Relaunch steht REALonline  mit  neu gestaltetem User-Interface, mit vielen nützlichen Features und anschaulichen Visualisierungen zur Verfügung.
Die Bildsammlung REALonline kann über das zentrale österreichische Kulturerbe-Portal 'Kulturpool' und  über die gesamteuropäische digitale Bibliothek 'Europeana' übergreifend durchsucht werden.

Folgende Projekte nutzen das Internet als Kommunikations- und Forschungsinfrastruktur:

 

Die  Datenbank RaumOrdnungen setzt Objekte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit in Beziehung zu Räumen, Personen und Handlungen

Im Projekt RechtsAlterTümer-online, kurz "RAT" arbeitet eine Gruppe von Interessierten kollaborativ an der Erstellung der Datenbank zu den österreichischen Rechtsaltertümern.

Im animalWIKI wird der erfolgreiche Ansatz von Wikipedia zur kollaborativen Realisierung einer themenorientierten Wissenssammlung über Tiere im Mittelalter aufgegriffen.

Nachdem das Internet für Jugendliche längst zum Medium Nummer eins geworden ist, wurde mit dem "Virtuellen Altar"  eine eLearning-Anwendung entwickelt, bei der Schülerinnen und Schüler am Beispiel des Michael Pacher Altars von St. Wolfgang am Wolfgangsee auf das Lesen der spätmittelalterlichen Bildsprache hingeführt werden.

Auch andere Forschungseinrichtungen greifen auf die langjährigen Erfahrungen und das technische Know-how des Instituts zurück, wenn sie ihre oft über Jahre erarbeiten Materialien der weiteren Beforschung und der interessierten Öffentlichkeit über das Internet zur Verfügung stellen wollen - wie zB die Projektdatenbank des Schweizer Projektes 'Literatur und Wandmalerei', die am IMAREAL für das WEB zugänglich gemacht wurde.