Neue Forschungsperspektiven

 

Object links (Objektverbindungen)


In der Forschungsperspektive Object links werden wesentliche Elemente materieller Kultur analysiert: die Verbindungen zwischen Objekten bzw. zwischen Objekten und Personen. Unterschiedliche Arten, Eigenschaften und Wirkungen dieser Verbindungen werden in sozialen Gefügen sowie in Objektgesellschaften greifbar: Objects link.

Gestaltung, Gebrauch und Stellenwert von Objekten der materiellen Kultur sind maßgeblicher Bestandteil von sozialen Praktiken, Zeichensystemen und Narrativen. Im Rahmen der Forschungsperspektive stehen vor allem diese Fragen im Zentrum des Interesses: Bedingen Praktiken die Konstitution und Konstellation von „Objektgesellschaften“ oder ist diese Genese auch umgekehrt vorstellbar? Wie äußert sich die Bindung zu Objekten im Gedächtnis und in der Erinnerung?

 

material (i) ties

In der Forschungsperspektive Materialities stehen die Materialien, welche als Werk-Stoffe die Grundlage materieller Kultur bilden, im Mittelpunkt des Interesses. Der Umgang mit Materialien wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst: Die physischen Eigenschaften des Materials ergeben Potenziale hinsichtlich seiner Nutzung, seiner Be- und Verarbeitung und seiner Sinnangebote in abstrakt-symbolhaften Kontexten. In der Interaktion mit dem Material wird Wissen generiert, das in Form bestimmter Vorstellungen, Wertungen und Bedeutungszuschreibungen in das System kulturellen Wissens einfließt und von dort wiederum zurückwirkt auf die Wahrnehmung und Bewertung des Materials. Unser Ziel ist, die Bedeutung solcher Rückkoppelungsprozesse für die Gestaltung und Erfahrung von ‚Wirklichkeit‘ in je spezifischen kulturellen, räumlichen und zeitlichen Zusammenhängen zu erfassen.