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Hauptburgenname Kottaun
ID 2052
weitere Burgennamen Schloßdamm, Schloßgraben
Objekt Hausberg
KG Kottaun
OG/MG/SG Geras
VB Horn
BMN34 rechts 701915
BMN34 hoch 409720
UTM 33N rechts 549729.16
UTM 33N hoch 5408060.24
Link auf NÖ-Atlas Lage auf Karte im NÖ-Atlas ...
Geschichte 1256 erscheint erstmals ein „Walterus de Codovn". 1291 und 1294 wird ein „Renward de Chodaun“ urk. erwähnt. 1393 wird die „vest zu Chadawn" urk. genannt. 1429 verkaufen Wolfgang und Anna Kürnbach ihr Haus zu „Chadawn" samt Meierhof und das halbe Dorf dem Stift Geras.
Text G.R., K.Ki.
Lage/Baubeschreibung In Kottaun, 2,9 km nördl. von Geras, konnte die Existenz einer ehem. Hausberganlage nachgewiesen werden, die sich im N des Ortsangers, unmittelbar hinter dem Zeughaus der Freiwilligen Feuerwehr Kottaun befand. Eine kleine Baulücke im Verlauf des Ortsangers führt hier auf den Bereich der heute weitgehend zerstörten Anlage zu. Erhalten ist ausschließlich der mächtige südöstl. Ringwall, der sich im NO bogenförmig aus dem schwach überhöhten, völlig verebneten Vorgelände bildet. Das ehem. Zentrum der Anlage ist heute ein Sportplatz, bei dessen Bau das hier situierte Kernwerk und weitere Außenwerke restlos zerstört wurden. Schad'n beschreibt noch das tlw. erhaltene, pyramidenstumpfförmige, ca. 22 m an der Seite messende Kernwerk, auf dem Mauerreste von Gebäuden zu sehen waren. Neben dem noch weitgehend erhaltenen, nur durch Hauseinbauten gestörten Wall war tlw. der Außengraben erkennbar. Zwei aufgelesene Scherben aus dem Bereich datiert Schwammenhöfer in das 11./12. Jh. Hier das von Vischer 1672 eindrucksvoll dargestellte Schloss „KOTTHAV" zu lokalisieren, das laut Register auf diese Örtlichkeit bezogen wird, erscheint wenig glaubhaft.
Text G.R.
Erhaltungszustand/Begehbarkeit Weitgehend zerstörte Hausberganlage, Reste erkennbar. Zugänglich.
Literatur
  • Georg Binder, Die Niederösterreichischen Burgen und Schlösser (2 Bde.). Wien–Leipzig 1925 II, 103
  • Gerhard Reichhalter, Karin und Thomas Kühtreiber, Burgen Waldviertel Wachau. St. Pölten 2001, 124
  • Falko Daim, Karin und Thomas Kühtreiber (Hg.), Burgen Waldviertel - Wachau - Mährisches Thayatal. Wien 2009, 157 f.
  • Dehio Niederösterreich, nördlich der Donau (hg. v. Bundesdenkmalamt). Wien 1990, 548
  • Franz Eppel, Das Waldviertel. Österreichische Kunstmonographie I. Salzburg (7. Auflage) 1978, 44
  • Fundberichte aus Österreich (hg. v. Bundesdenkmalamt). Wien 1930 ff. 23/1984, 322
  • URL www.monasterium.net, Bestände Altenburg, OSB
  • Hans P. Schad'n, Die Hausberge und verwandten Wehranlagen in Niederösterreich. Ein Beitrag zur Geschichte des mittelalterlichen Befestigungswesens und seiner Entwicklung vom Ringwall bis zur Mauerburg und Stadtumwehrung, Teil 1: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft 80/3, 1950, 245–352; Teil 2: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft 81/2–3, 1953, 25–185; – Hans P. Schad'n, Die Hausberge und verwandten Wehranlagen in Niederösterreich. Ein Beitrag zur Geschichte des Befestigungswesens und seiner Entwicklung vom Ringwall bis zur Mauerburg und Stadtumwehrung. Prähistorische Forschungen 3, Horn–Wien 1953, 167
  • Georg Matthäus Vischer, Topographia Archiducatus Austriae Inferioris Modernae 1672. Reprint Graz 1976 V.O.M.B., Nr. 59
  • Johannes Waldherr, Verschwundene Burgen und Herrenhäuser sowie vergessene Kulturbringer des Waldviertels. Ungedrucktes Manuskript. o. O., o. J., 124
Kottaun. Stich von G. M. Vischer (1672) - © Digitalisierung: Thomas Kühtreiber
Kottaun. Stich von G. M. Vischer (1672)
© Digitalisierung: Thomas Kühtreiber