Die interdisziplinären Forschungen zu klösterlichen Weinlesehöfen in der Wachau am IMAREAL fokussierten zuletzt auf Detailuntersuchungen zu einzelnen, archivalisch wie baulich besonders gut überlieferten Objekten. Dazu zählt der Hof des Benediktinerstifts Göttweig in der Stadt Stein an der Donau, dessen Bausubstanz bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht und der vor allem aufgrund der exzeptionellen malerischen Ausstattung der Kapelle überregional bekannt ist. Zu diesen hat IMAREAL-Projektmitarbeiterin Miriam Landkammer 2025 eine neue Studie in den Mitteilungen Stadtarchiv Krems publiziert. Die neuen Forschungsergebnisse aus Geschichte, Bauforschung und Kunstgeschichte haben sich bis nach München durchgesprochen: So erhielt das IMAREAL-Team die Einladung, diese in der Zeitschrift ARX. Burgen und Schlösser in Bayern, Österreich und Südtirol einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Angelika Kölbl – in ihrer beruflichen Doppelrolle als Stiftsarchivarin in Göttweig und Bibliothekarin am IMAREAL – und Elisabeth Gruber präsentieren in diesem Beitrag Neuerkenntnisse zur Besitz- und Nutzungsgeschichte auf Basis der schriftlichen Überlieferung. Thomas Kühtreiber beschäftigt sich mit der Bau- und Nutzungsgeschichte, die aus dem Bauwerk selbst abgelesen werden kann. Last, but not least stellt Miriam Landkammer die Wandmalereien aus der Kapelle vor und vermittelt ihre neuen Interpretationen in kompakter Form. Der Beitrag „Der Göttweiger Hof in Stein an der Donau. Musterbeispiel eines klösterlichen Wirtschaftshofes“ ist in ARX 2025/2 erschienen und kann über das Südtiroler Burgeninstitut bezogen werden.

