Körnermarkt 13
3500 Krems an der Donau

Ich bin Germanistin und Kulturwissenschaftlerin und habe viel mit alten Büchern und frühen Drucken gearbeitet. Mich interessieren die Entstehungsbedingungen und Überlieferungsprozesse von Texten und hierbei die Erforschung von Handlungsräumen von Frauen im Mittelalter, vor allem ihr Umgang mit Schrift, Literatur und Autorschaft. Derzeit sammle ich Quellen und Hinweise zu dem im deutschsprachigen Raum bislang spärlich erforschten Phänomen von Eremitismus, Inklusenwesen und Sonderformen des weiblichen Religiosentums im Mittelalter, deren Spuren sich in der Architektur von Räumen, auf Abbildungen und in Texten finden und rekonstruieren lassen.
Altes Buch, Bibliotheksgeschichte, Edition historischer Quellen (als Buch und in digitaler Form), Kulturgeschichte des Lesens und Vermittelns, Hagiographie, Gender Studies
seit 2025 am IMAREAL im Bereich Germanistik u.a. mit Schwerpunkt auf der redaktionellen Betreuung der Zeitschrift MEMO
2013–2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin in zwei Projekten an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zur Erschließung der mittelalterlichen Handschriften des Benediktinerstiftes Göttweig (FWF-Projekte P 25940 und P 32739)
2008–2013 wissenschaftliche Angestellte in der Arbeitsstelle ‚Deutsche Texte des Mittelalters’ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
2006–2008 Studium des postgradualen Fernstudiengangs Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität Berlin
2006 Promotion aus dem Themenbereich mittelalterliche Handschriften / Textredaktion, Titel: “’Textaneigung’ – das Frauenlegendar der Schreibmeisterin Regula aus Lichtenthal”
2002–2003 und 2006–2007 wissenschaftliche Angestellte am Institut für Spätmittelalter und Reformationsgeschichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften an der Universität Tübingen
2003–2005 Stipendiatin im Graduiertenkolleg „Ars & Scientia – Bildung und Wissenschaft im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit“ der Universität Tübingen
1998–2002 wissenschaftliche Angestellte in der Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Tübingen; Inkunabelkatalog
1988–1998 Studium der Fächer Volkskunde / Empirische Kulturwissenschaft und Ältere Deutsche Sprache und Literatur an den Universitäten München, Tübingen und London
seit 2025 Mitglied in der COST Action CA23143 PRAYTICIPATE – Participation through Prayer in the Late Medieval and Early Modern World
seit 2024 Mitglied im Arbeitskreis AGFEM (Arbeitskreis Geistliche Frauen im Europäischen Mittelalter)
seit 2023 Mitglied in der “International Anchoritic society“
seit 2021 Mitglied im “Network for the Study of Glossing”
seit 2019 Mitglied im Netzwerk „Historische Wissens- und Gebrauchsliteratur e.V.“
seit 2009 Mitglied der Steuerungsgruppe des Handschriftencensus
* peer reviewed
| Publikation |
|---|
| *Astrid Breith, Magdalena Lichtenwagner, Der Traktat über die willig armut des Johannes von Speyer im Codex KLN 1142 der Stiftsbibliothek Klosterneuburg. Einordnung, Analyse und Teiledition (ZfdA, erscheint 2026). |
| *Astrid Breith, Göttweig, Codex 30 (rot) / 2 (schwarz) and Munich, Clm 29315/3 – two psalters for representative use? Tagungsband des Internationalen Workshops „The study of Latin and of the Bible in ninth-century East Francia: Networks, Practices of Annotation, Audiences.” Wien, 23.–24 Mai 2022, hg. v. Ciniza Grifoni (Brepols, erscheint 2026). |
| Astrid Breith, Johannes Rode in Göttweig - zwei Werke des Reformabtes aus Trier im Bestand der Stiftsbibliothek. Mit einer Transkription der Statuta pro monialibus ordinis sancti Benedicti im Anhang. In: Balàzs Sára (Hg.): Quelle und Deutung VIII, Budapest 2024 (Verlag des Eötvös-József-Collegiums), S. 69-127. |
| Astrid Breith, Objektbeschreibungen der Codices Admont, Stiftsbibliothek, Cod. 62 (Objektnummer 22, S. 104f.) und 602 (Objektnummer 23, S. 106f.); St. Florian, Stiftsbibliothek, Cod. XI 291, (Objektnummer 61, S. 236f) und Klosterneuburg, Stiftsbibliothek KLN79 (Objektnummer 18, S. 96f). In: Wir Schwestern. Die vergessenen Chorfrauen von Klosterneuburg (Begleitband zur Ausstellung im Stift Klosterneuburg vom 26.4.-15.11.2024), hg. v. Eva Schlotheuber, Jeffrey F. Hamburger und Christina Jackel, Wien 2024 (Böhlau-Verlag). |
| Astrid Breith, Inklusin, Klausnerin, Waldschwester. Lebensformen religiöser Frauen im Mittelalter. In: Wir Schwestern. Die vergessenen Chorfrauen von Klosterneuburg (Begleitband zur Ausstellung im Stift Klosterneuburg vom 26.4.-15.11.2024), hg. v. Eva Schlotheuber, Jeffrey F. Hamburger und Christina Jackel, Wien 2024 (Böhlau-Verlag), S. 182-192. |
| *Astrid Breith, Ein neues Fragment der ostmitteldeutschen ‚Catena aurea‘ in der Evangelischen Hochschul- und Zentralbibliothek Württemberg‘. In: Maniculae Bd. 4 (2023) 27-32. ISSN: 2702-9344. [https://doi.org/10.21248/maniculae.41]. |
| Astrid Breith, „… haben wir manige strefleich stuck funden dy wider dy heilige regel sindt.“ Drei deutschsprachige Visitationsformulare für Frauenklöster aus der Feder des Johannes Schlitpacher OSB. In: Balàzs Sára (Hg.): Quelle und Deutung VII, Budapest 2023 (Verlag des Eötvös-József-Collegiums), S. 15-52. |
| Astrid Breith, Christine Jakobi-Mirwald, Thomas Csanády, Mehr als Reparatur. Pergamentnähte in mittelalterlichen Handschriften Zentraleuropas. In: Ephrem A. Ishac, Thomas Csanády und Theresa Zammit Lupi (Hg.), Tracing our written heritage. Festschrift für Erich Renhart (Wiesbaden 2021), S. 249-276. |
| *Astrid Breith und Diarmuid O’Riain, Ein bislang unbekanntes Willehalm-Fragment im Stiftsarchiv Göttweig. In: Maniculae Bd. 2 (2021), S. 6–9. ISSN: 2702-9344. [doi:10.21248/maniculae.10] |
| *Astrid Breith, Ein neues Fragment von Rudolfs von Ems ,Barlaam und Josaphat‘ in der Stiftsbibliothek Göttweig. In: Maniculae Bd. 2 (2021), S. 45–49. ISSN: 2702-9344. [https://doi.org/10.21248/maniculae.20] |
| Astrid Breith, Die ältesten Schriftzeugnisse in der Stiftsbibliothek Göttweig: Cod. 82 – Tironische Noten und Itala-Fragmente. In: Vom Schreiben und Sammeln. Einblicke in die Göttweiger Bibliotheksgeschichte, hg. v. Astrid Breith unter Mitarbeit von Nikolaus Czifra, Christine Glaßner und Magdalena Lichtenwagner (Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde 74) St. Pölten 2021, S. 119-133. |
| Astrid Breith, Codex praeterea antiquissimus. Die Göttweiger Psalterhandschrift Cod. 30. Mit einem Anhang von Regina Cermann. In: Vom Schreiben und Sammeln. Einblicke in die Göttweiger Bibliotheksgeschichte, hg. v. Astrid Breith unter Mitarbeit von Nikolaus Czifra, Christine Glaßner und Magdalena Lichtenwagner (Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde 74) St. Pölten 2021, S. 97-118. |
| Astrid Breith, Schreibergemeinschaften – Die Anfänge der Göttweiger Bibliothek. In: Vom Schreiben und Sammeln. Einblicke in die Göttweiger Bibliotheksgeschichte, hg. v. Astrid Breith unter Mitarbeit von Nikolaus Czifra, Christine Glaßner und Magdalena Lichtenwagner (Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde 74) St. Pölten 2021, S. 63-96. |
| Astrid Breith, Einleitung. In: Vom Schreiben und Sammeln. Einblicke in die Göttweiger Bibliotheksgeschichte, hg. v. Astrid Breith unter Mitarbeit von Nikolaus Czifra, Christine Glaßner und Magdalena Lichtenwagner (Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde 74) St. Pölten 2021, S. 9-12. |
| Astrid Breith, Christine Jakobi-Mirwald, Thomas Csanády, Pergamentnähte in mittelalterlichen Handschriften. Ein Tagungsbericht. In: Künstliche Intelligenz in Bibliotheken. Tagungsband zum 34. Österreichischen Bibliothekartag Graz 2019, hg. v. Christina Köstner-Pemsel, Elisabeth Stadler, Markus Stumpf, Graz 2020, S. 381-389. |
| *Astrid Breith, Rezension zu: "Michael Rupp: Repräsentationen der Bibel in der Volkssprache. Studien zu den mittelalterlichen Handschriften mit deutschen Texten aus dem Zisterzienserkloster Altzelle, Wiesbaden: Reichert 2018, 343 S., 11 Abb. (Scrinium Friburgense 40)". In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 143/3 (2021), S. 501–507. [https://doi.org/10.1515/bgsl-2021-0040]. |
| Astrid Breith, Helden aller Welt vereinigt euch! Wolframs von Eschenbach Epen von ‚Parzival und ‚Willehalm‘, in: Von Abrogans bis Nibelungen. Sensationsfunde deutscher Literatur in Österreichs Klöstern, Katalog zu Ausstellung im Benediktinerstift Admont, (25. März bis 15. November 2018) Benediktinerstift Admont 2018, S. 32-41. |
| Astrid Breith, manuscripta.at – a portal for medieval manuscripts held in Austrian libraries, in: Digital Philology: A Journal of Medieval cultures, Issue 2017: Digital philology and medieval studies in the German-Speaking World, pp. 234-243. [http://muse.jhu.edu/issue/38200]. |
| Astrid Breith, Speise, Medizin und Heilung. Überlegungen zum Codex 560 (rot) / 513 (schwarz) der Stiftsbibliothek Göttweig, in: Balàzs Sára (Hg.): Quelle und Deutung I.2, Budapest 2015 (Verlag des Eötvös-József-Collegiums), S. 105-117. |
| Astrid Breith, „… und het grossen lust, daz ich ellend solt sin durch got.“ Krankheit und Autorschaft in den Offenbarungen Margaretha Ebners, in: Text-Körper. Anfänge – Spuren – Überschreitungen, hg. v. Lydia Bauer u. Antje Wittstock, Berlin 2014 (Literaturwissenschaft 40), S. 109-130. |
| Astrid Breith, Das Motiv der Selbsttaufe in einigen Kommentaren und Versionen der Thekla-Legende unter besonderer Berücksichtigung der Kompilation im Legendar L 69 aus dem Zisterzienserinnenkloster Lichtenthal und ihre Bearbeitung durch die Schreibmeisterin Schwester Regula, in: Balàzs Sára (Hg.): Quelle und Deutung I.1, Budapest 2014 (Verlag des Eötvös-József-Collegiums), S. 175-194. |
| Astrid Breith, Christine Glaßner, Ruedi Gamper: ‚Handschriftencensus’ and ‚Handschriftenarchiv’: German Medieval Manuscripts online. In: Medieval Autograph Manuscripts. Proceedings of the XVIIth Colloquium of the Comité International de Paléographie Latine, hg. v. Natasa Golob u.a. (Bibliologia 36, Elementa ad librorum studia pertinentia) Turnout (Brepols) 2013, S. 291-301. |
| Astrid Breith, ‘Männer’, ‘Frauen’, ‘Eunuchen’ - Geschlecht und Text in der ‘Historia calamitatum’ und ausgewählten Briefstellen (Gender Studies), in: Abaelards „Historia calamitatum“. Text – Übersetzung – literaturwissenschaftliche Modellanalysen, hrsg. v. Dag Nikolaus Hasse, Berlin / New York (de Gruyter Texte) 2002, S. 178-203. |
| Publikation |
|---|
| Astrid Breith, Nikolaus Czifra, Christine Glaßner und Magdalena Lichtenwagner (Ed.), Vom Schreiben und Sammeln. Einblicke in die Göttweiger Bibliotheksgeschichte, (Studien und Forschungen aus dem Niederösterreichischen Institut für Landeskunde 74) St. Pölten 2021. |
| Astrid Breith, Gerd Brinkhus und Ewa Dubowik-Belka (Ed.), Inkunabeln der Universitätsbibliothek Tübingen, der Fürstlich Hohenzollernschen Hofbibliothek Sigmaringen und des Evangelischen Stifts Tübingen, (Inkunabeln in Baden -Württemberg, Bestandskataloge Bd. 4) Wiesbaden 2014. |
| Astrid Breith, Christine Glaßner, Klaus Klein, Martin Schubert, Jürgen Wolf (Ed.), Manuscripta Germanica. Deutschsprachige Handschriften des Mittelalters in Bibliotheken und Archiven Osteuropas, ZfdA Beiheft XX (2012). |
| Astrid Breith, Rudolf Bentzinger, Catherine Squires und Irina Velikodnaja (Ed.), Deutsch-russische Arbeitsgespräche zu mittelalterlichen Handschriften und Drucken aus Halberstadt in russischen Bibliotheken, Stuttgart (Franz Steiner-Verlag) 2012, (Deutsch-russische Forschungen zur Buchgeschichte Bd. 1, Sonderschriften der Erfurter Akademie Gemeinnütziger Wissenschaften, Bd. 142). |
| Astrid Breith, “’Textaneigung’ – das Frauenlegendar der Schreibmeisterin Regula aus Lichtenthal”, (Studien und Texte zum Mittelalter und zur frühen Neuzeit 17), Münster 2010. |
| Publikation |
|---|
| Astrid Breith, Beschreibungen von ca. 280 mittelalterlichen Handschriften des Benediktinerstifts Göttweig und zugehöriger Streubestände: https://manuscripta.at/lib.php?libcode=AT2000. |
| Publikation |
|---|
| „Gottes Wort deutsch - Der Klang der Bibel“: Das Gleichnis vom verlorenen Sohn in mittelhochdeutschem Idiom (https://bibeluebersetzer.badw.de/fileadmin/user_upload/Files/OEB/Tonproben/MHD_EW_Vom_verlorenen_Sohn_2.mp3) |