Gelebter Glaube – Praktiken, Objekte, Akteurinnen und Akteure vormoderner Frömmigkeit
44. Symposion des NÖ Instituts für Landeskunde in Kooperation mit dem Stift Melk und dem Projekt SALVEMED (IMAREAL/ÖAW)
Gelebter Glaube – Praktiken, Objekte, Akteurinnen und Akteure vormoderner Frömmigkeit
44. Symposion des NÖ Instituts für Landeskunde in Kooperation mit dem Stift Melk und dem Projekt SALVEMED (IMAREAL/ÖAW)
Um zentrale Punkte der Heilsgeschichte im wahrsten Sinne be-greifen zu können, arbeiten mittelalterliche Bilder des Leidens Jesu mit unterschiedlichen Mitteln. Dazu gehören auch Wege, wie das Fühlen der Figuren im Bild Trigger für ein Sensing der Inhalte durch Rezipient*innen bietet, obwohl diese nur mit den Augen die Bildfläche abtasten. Am sogenannten Znaimer Altar – benannt
In der Vortragsreihe „Materielle Welten – Der virtuelle Salon am IMAREAL “ geht der Literaturwissenschaftler Thomas Strässle unter dem Stichwort der „Intermaterialität“ den Fragen nach, wie sich verschiedene Materialien in künstlerischen Medien zueinander verhalten? Sowie, was geschieht, wenn sie miteinander kombiniert werden, einander imitieren oder so miteinander interferieren, dass sie ununterscheidbar werden?
In MEMO #13: Tinte geht es um einen alltäglichen Gegenstand: die flüssige Substanz, mit der über Jahrhunderte hinweg von Hand geschrieben wurde. Die Autor*innen der vorliegenden Ausgabe untersuchen diesen historischen Schreibstoff aus unterschiedlichen Blickwinkeln und weihen uns in die komplizierten und manchmal auch geheimnisvollen Prozeduren ein, welche seinerzeit zu dessen Herstellung nötig waren. Die Herausgeber
Wie beim beliebten Spiel „Schere – Stein – Papier“ dreht sich seit Jahrzehnten ein wissenschaftliches Hegemoniegeplänkel um die drei kulturellen Hauptüberlieferungsformen. Den Ausgangspunkt machte in den 1950er/60er Jahren der „linguistic turn“, wonach – sehr zugespitzt – soziale Wirklichkeit in erster Linie durch Sprache geformt werde. Im „iconic turn“ wurde ab den frühen 1990er Jahren versucht, der Allgegenwart von Bildern und den damit verbundenen Weltbildern eine entsprechende methodische Fundierung zu verleihen. Knappe zehn Jahre später kam mit dem „material turn“ die nächste – herbeibeschworene – Wende, nach der nun die Materialität des (menschlichen) Seins quasi der Urgrund menschlichen Fühlen, Denkens und Handelns wäre.
Im März starten wieder die Lehrveranstaltungen an der Universität Salzburg. Im Sommersemester 2026 werden folgende Lehrveranstaltungen von Mitgliedern des IMAREAL angeboten: Peter Färberböck Heike Schlie SE Bildordnungen: Diptychen und Triptychen im Spätmittelalter (Donnerstag, 13:00-16:15h) EX Antwerpen Eine Übersicht der Lehrveranstaltungen, die für die Studienergänzung bzw. den Studienschwerpunkt „Interdisziplinäre Studien zu Mittelalter und Frühneuzeit“ angerechnet werden
Öffentlicher Abendvortrag: Prof.in Dr.in Susanne Wittekind (Universität Köln): Kristall, Kokosnuss und Koralle. Inszenierung natürlicher Materialien durch mittelalterliche Goldschmiedekunst
Montag, 2.3.2026, 18:30 | Haus der Regionen, Steiner Donaulände 56, Krems an der Donau
In der Vortragsreihe „Materielle Welten – Der virtuelle Salon am IMAREAL “ zeigt Kathrin Borgers (Technische Universität Dortmund) diesmal anhand verschiedener Beispiele, wie plastische Bildwerke aus vermeintlich „unedlen“ Materialien wie Papiermaché, Stuck oder Terrakotta durch Materialtransformationen, Wiederverwendung und Beimischungen kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Bedeutungen vermitteln.
Die interdisziplinären Forschungen zu klösterlichen Weinlesehöfen in der Wachau am IMAREAL fokussierten zuletzt auf Detailuntersuchungen zu einzelnen, archivalisch wie baulich besonders gut überlieferten Objekten.
Man stelle sich vor, der Weg führe einen durch die Schauräume eines großen Möbelhauses. Neben der auffälligen Abwesenheit von Unordnung, den geschmackvoll zusammengewürfelten Möbeln und bebilderten Anleitungen, die glaubhaft vermitteln wollen, dass ein Objekt mit 39 Schrauben (die vierzigste fehlt) und 25 Einzelteilen innerhalb einer Stunde zusammengebaut werden kann, nimmt man ein Element oft nur am Rande wahr: Die Schalen mit Plastikobst auf Tischen, Fensterbänken, Regalen und Ähnlichem. Es könnte nun vermutet werden, dass diese Objektart ein Werbetrend der modernen Konsumgesellschaft sei. Doch wenn man einen Blick hinter das moderne Image von künstlichen Früchten wirft, das allzu oft zu Puppenküchenzubehör und massenproduzierte Dekoartikel degradiert wurde, wird schnell klar, dass sie in unterschiedlichen Gebieten Verwendung fanden.