Der ORF berichtete in einem Videobeitrag am 15. Juni 2025 in der Sendung Orientierung über die Sonderausstellung „Wie im Himmel, so auf Erden – Wie auf Erden, so im Himmel?“ im museumkrems.
Der ORF berichtete in einem Videobeitrag am 15. Juni 2025 in der Sendung Orientierung über die Sonderausstellung „Wie im Himmel, so auf Erden – Wie auf Erden, so im Himmel?“ im museumkrems.
2024 fanden am Pfarrplatz in Krems an der Donau im Zuge der von Kanal- und Kabelleitungserneuerungen durch die Fa. ASINOE GmbH archäologische Untersuchungen statt. Dabei konnten über 300 Bestattungen des ehemaligen Kremser Pfarrfriedhofs dokumentiert und geborgen werden. Vereinzelt wurden bei den Bestatteten auch Beigaben aufgefunden. Als besonderer Glücksfall erwies sich der Fund eines Anhängers mit einem quadratischen Rahmen aus Buntmetall (Messing?), der an der Vorderseite eine – heute zerbrochene – Glasscheibe aufweist. Hinter dieser ist eine kleine gedruckte Grafik in Form einer sogenannten Pietà zu erkennen: In einem Medaillonbild liegt der Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Christus im Schoß seiner Mutter Maria.
Welches Bild entsteht vor Ihrem inneren Auge, wenn Sie an einen mittelalterlichen Steinmetz denken? Das eines ausgelaugten Handwerkers, welcher auf der Baustelle oder in der Bauhütte Steinklötze bearbeitet und für seine mühevolle Arbeit schlecht oder gar nicht bezahlt wurde, geschweige denn Ruhm für sein Werk kassierte? Tatsächlich steht dieses weit verbreitete Bild in starkem Kontrast zu jenem, dass uns die überkommenen (Selbst-)Darstellungen der spätmittelalterlichen Steinmetz- und Baumeisterpersönlichkeiten vermitteln: Sie blicken uns selbstbewusst entgegen, halten ihre Werkzeuge stolz in ihren Händen und/oder präsentieren sich – wie der Nürnberger Bildhauer Adam Kraft († 1509) – als Stütze, ohne die das Werk nicht stehen, sprich existieren, könnte.
In der Vortragsreihe „Materielle Welten – Der virtuelle Salon am IMAREAL “ gibt die Historikerin Anne Mariss einen Einblick in die materielle Kultur von Reliquienkästchen aus dem Heiligen Land, die mit Naturmaterialien gefüllt waren, hauptsächlich mit Erden, Steinen und Sand. Die Kästchen selbst waren aus Holz und Perlmutt gefertigt – Materialien, die in einem engen Zusammenhang mit der Erlösungsgeschichte standen.
Bei einem internationalen Workshop in Krems/Stein am 24. März 2025 lud das IMAREAL Expert*innen im Bereich von Linked Open Data zur Diskussion ein. Im Zentrum stand die Frage, wie Datenbestände zu historischen Quellen in unterschiedlichen Medien für übergreifende Fragen verknüpft und damit unterschiedliche Wissensdomänen für ein umfassenderes Reasoning zusammengeschlossen werden können.
Am 15. März fand die feierliche Eröffnung der vom IMAREAL mitkuratierten Sonderausstellung im museumkrems statt: „Wie im Himmel, so auf Erden. Wie auf Erden, so im Himmel?“ Es kamen zahlreiche Gäste, um sich mit den vielfältigen Facetten religiöser Rituale und Kunst auseinanderzusetzen.
Im März starteten wieder die Lehrveranstaltungen an der Universität Salzburg. Im Sommersemester 2025 werden folgende Lehrveranstaltungen von Mitgliedern des IMAREAL angeboten: Elisabeth Gruber Thomas Kühtreiber, gem. m. Christina Antenhofer Thomas Kühtreiber & Sabine Miesgang, gem. m. Martin Knoll Heike Schlie Eine Übersicht der Lehrveranstaltungen, die für die Studienergänzung bzw. den Studienschwerpunkt „Interdisziplinäre Studien zu Mittelalter und
Gemeinsam mit Martin Knoll (Europäische Regionalgeschichte, Universität Salzburg) haben Thomas Kühtreiber und Sabine Miesgang (IMAREAL, first-FV Regionalitäten) eine Ringvorlesung gestaltet, die im Sommersemester 2025 donnerstags von 17:15 bis 18:45 Uhr im HS 380 (Erika Weinzierl) an der Universität Salzburg stattfindet. Die eingeladenen Vortragenden werden „Regionen“ und „Regionalität“ dabei im Kontext von Medialität und sozialem Handeln in den Blick nehmen.
Im ersten Moment wirkt dieses kleine Andachtsbildchen (8,5 x 5,5 cm) nur ein wenig, doch, umso länger man es betrachtet, immer befremdlicher. Es ist ein Ecce Homo-Motiv, wie uns die Schrift am Rande wissen lässt. Jesus also, der von Pontius Pilatus dem Volk vorgeführt wird. Der römische Statthalter von Jerusalem tat dies laut dem Johannesevangelium, um den geschundenen Leib als Argument dafür zu präsentieren, dass keine weiteren Strafen mehr vonnöten seien. Unser Andachtsbildchen zeigt nicht den ganzen Körper. Nur die stark stilisierten, befremdlich regelmäßigen Schweißtropfen im Schulterbereich des Portraits verweisen auf das körperliche Leiden.
CfP: Workshop „Konzepte des Virtuellen für die Vormoderne“