Die bis heute erhaltenen Bronzetüren des 11.-12. Jahrhunderts sind der einzige Komplex monumentaler Bronzen aus dem europäischen Mittelalter, der vollständig erhalten geblieben ist. Die Türen wurden aus verschiedenen Kupferlegierungen im Wachsausschmelzverfahren hergestellt. Einige Türen weisen Einlegearbeiten aus verschiedenen Materialien auf, die eine farbige Darstellung verschiedener biblischer Szenen oder Heiliger ermöglichten.
Das neue Themenheft (2025/1) der Zeitschrift des Mediävistikverbands Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung widmet sich dem Zusammenspiel von digitalen Methoden und mediävistischer Forschung – mit aktiver Beteiligung aus Krems: Zwei Beiträge im Band stammen aus Projekten, die am IMAREAL angesiedelt sind und in interdisziplinären Konstellationen erarbeitet wurden. Mitgewirkt haben Isabella Nicka, Miriam Landkammer, Peter Färberböck und Elisabeth Gruber.
2024 fanden am Pfarrplatz in Krems an der Donau im Zuge der von Kanal- und Kabelleitungserneuerungen durch die Fa. ASINOE GmbH archäologische Untersuchungen statt. Dabei konnten über 300 Bestattungen des ehemaligen Kremser Pfarrfriedhofs dokumentiert und geborgen werden. Vereinzelt wurden bei den Bestatteten auch Beigaben aufgefunden. Als besonderer Glücksfall erwies sich der Fund eines Anhängers mit einem quadratischen Rahmen aus Buntmetall (Messing?), der an der Vorderseite eine – heute zerbrochene – Glasscheibe aufweist. Hinter dieser ist eine kleine gedruckte Grafik in Form einer sogenannten Pietà zu erkennen: In einem Medaillonbild liegt der Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Christus im Schoß seiner Mutter Maria.
Welches Bild entsteht vor Ihrem inneren Auge, wenn Sie an einen mittelalterlichen Steinmetz denken? Das eines ausgelaugten Handwerkers, welcher auf der Baustelle oder in der Bauhütte Steinklötze bearbeitet und für seine mühevolle Arbeit schlecht oder gar nicht bezahlt wurde, geschweige denn Ruhm für sein Werk kassierte? Tatsächlich steht dieses weit verbreitete Bild in starkem Kontrast zu jenem, dass uns die überkommenen (Selbst-)Darstellungen der spätmittelalterlichen Steinmetz- und Baumeisterpersönlichkeiten vermitteln: Sie blicken uns selbstbewusst entgegen, halten ihre Werkzeuge stolz in ihren Händen und/oder präsentieren sich – wie der Nürnberger Bildhauer Adam Kraft († 1509) – als Stütze, ohne die das Werk nicht stehen, sprich existieren, könnte. 
In der Vortragsreihe "Materielle Welten – Der virtuelle Salon am IMAREAL " gibt die Historikerin Anne Mariss einen Einblick in die materielle Kultur von Reliquienkästchen aus dem Heiligen Land, die mit Naturmaterialien gefüllt waren, hauptsächlich mit Erden, Steinen und Sand. Die Kästchen selbst waren aus Holz und Perlmutt gefertigt - Materialien, die in einem engen Zusammenhang mit der Erlösungsgeschichte standen.
Bei einem internationalen Workshop in Krems/Stein am 24. März 2025 lud das IMAREAL Expert*innen im Bereich von Linked Open Data zur Diskussion ein. Im Zentrum stand die Frage, wie Datenbestände zu historischen Quellen in unterschiedlichen Medien für übergreifende Fragen verknüpft und damit unterschiedliche Wissensdomänen für ein umfassenderes Reasoning zusammengeschlossen werden können.