Gemeinsam mit Martin Knoll (Europäische Regionalgeschichte, Universität Salzburg) haben Thomas Kühtreiber und Sabine Miesgang (IMAREAL, first-FV Regionalitäten) eine Ringvorlesung gestaltet, die im Sommersemester 2025 donnerstags von 17:15 bis 18:45 Uhr im HS 380 (Erika Weinzierl) an der Universität Salzburg stattfindet. Die eingeladenen Vortragenden werden „Regionen“ und „Regionalität“ dabei im Kontext von Medialität und sozialem Handeln in den Blick nehmen.
Im ersten Moment wirkt dieses kleine Andachtsbildchen (8,5 x 5,5 cm) nur ein wenig, doch, umso länger man es betrachtet, immer befremdlicher. Es ist ein Ecce Homo-Motiv, wie uns die Schrift am Rande wissen lässt. Jesus also, der von Pontius Pilatus dem Volk vorgeführt wird. Der römische Statthalter von Jerusalem tat dies laut dem Johannesevangelium, um den geschundenen Leib als Argument dafür zu präsentieren, dass keine weiteren Strafen mehr vonnöten seien. Unser Andachtsbildchen zeigt nicht den ganzen Körper. Nur die stark stilisierten, befremdlich regelmäßigen Schweißtropfen im Schulterbereich des Portraits verweisen auf das körperliche Leiden.
In der Vortragsreihe "Materielle Welten – Der virtuelle Salon am IMAREAL " behandelt Susanne Knaeble am 15.01.2025 die Techniken virtuellen Reisens in Felix Fabris Sionpilger und arbeitet heraus, wie Fabri die Rezipierenden mit Hilfe von sprachlicher und medialer Inszenierung sowie einer meditativer Praxis zu aktiven Teilnehmenden der Heilsgeschichte macht.
Ziel dieser Veranstaltung war es, körper-, ding- und raumtheoretische Zugänge zu verschränken und einer Beschreibung des Verhältnisses von Virtualität und Materialität und deren sinnlicher Erfahrbarkeit näher zu kommen. Besonders interessiert hat uns dabei, ob der Begriff des Avatars für unsere Überlegungen brauchbar sein könnte.