Auch in diesem Sommer konnte das IMAREAL im Rahmen des FFG-Förderprogramms „Schüler:innenpraktika“ wieder einen AHS-Schüler für ein vierwöchiges Praktikum beschäftigen. Ziel des Programms ist es, junge Menschen für Forschung, Technologie und Innovation zu begeistern und sie bei ihrer zukünftigen Studien- und Berufswahl zu unterstützen. Dass auch ein kulturwissenschaftliches Forschungsinstitut von diesem Förderprogramm profitieren kann, verdankt sich der interdisziplinären Ausrichtung des IMAREALs: Digitale und materialwissenschaftliche Methoden sind hier fest in die Forschungsarbeit integriert und kommen in unterschiedlichen Projekten zum Einsatz.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Praktikums stand die digitale Bearbeitung von digitalen 3D-Modellen historischer Burgen, die im Rahmen des FWF-Projekts INVENTARIA erstellt wurden. Unser Praktikant Emil Oberthaler, Schüler an der Modellschule Graz, brachte dafür bereits gute Vorkenntnisse mit. Er erhielt zunächst eine Einführung in die Programme Rhino (für die 3D-Modellierung) und Sketchfab (als 3D-Viewer im Internet) sowie in die inhaltlichen Grundlagen des Projekts. Anschließend widmete er sich der Nachbearbeitung, Beschriftung und Kennzeichnung der digitalen Gebäudemodelle. Dabei galt es, die einzelnen Räume sorgfältig zu identifizieren, korrekt zu bezeichnen, Abbildungen zu finden und diese über die Mediathek der INVENTARIA Homepage (WordPress) von Sketchfab aus zu adressieren. Darüber hinaus ergänzte Emil Oberthaler fehlende Bauteile und nahm eigenständig Modellierungen vor, wobei er seine Kenntnisse im Umgang mit 3D-Software kontinuierlich vertiefen konnte.

Der Screenshot zeigt am Beispiel von Schloss Bruck (Lienz, Osttirol), wie im Gebäudemodell von Sketchfab Markdown-Annotationen hinzugefügt und Bilder verknüpft werden.

Neben diesen anspruchsvollen digitalen Arbeiten unterstützte er das Projektteam bei der Aufbereitung und Vervielfältigung von Unterlagen sowie bei weiteren projektbezogenen Aufgaben.

Was Emil Oberthaler während seines Praktikums am IMAREAL gelernt und woran er gearbeitet hat, zeigt er uns am besten selbst. In diesem kurzen Video gibt er Einblick in seine Tätigkeit und stellt die Ergebnisse seiner Arbeit vor.