Wie beim beliebten Spiel „Schere – Stein – Papier“ dreht sich seit Jahrzehnten ein wissenschaftliches Hegemoniegeplänkel um die drei kulturellen Hauptüberlieferungsformen. Den Ausgangspunkt machte in den 1950er/60er Jahren der „linguistic turn“, wonach – sehr zugespitzt – soziale Wirklichkeit in erster Linie durch Sprache geformt werde. Im „iconic turn“ wurde ab den frühen 1990er Jahren versucht, der Allgegenwart von Bildern und den damit verbundenen Weltbildern eine entsprechende methodische Fundierung zu verleihen. Knappe zehn Jahre später kam mit dem „material turn“ die nächste – herbeibeschworene – Wende, nach der nun die Materialität des (menschlichen) Seins quasi der Urgrund menschlichen Fühlen, Denkens und Handelns wäre.









