Man stelle sich vor, der Weg führe einen durch die Schauräume eines großen Möbelhauses. Neben der auffälligen Abwesenheit von Unordnung, den geschmackvoll zusammengewürfelten Möbeln und bebilderten Anleitungen, die glaubhaft vermitteln wollen, dass ein Objekt mit 39 Schrauben (die vierzigste fehlt) und 25 Einzelteilen innerhalb einer Stunde zusammengebaut werden kann, nimmt man ein Element oft nur am Rande wahr: Die Schalen mit Plastikobst auf Tischen, Fensterbänken, Regalen und Ähnlichem. Es könnte nun vermutet werden, dass diese Objektart ein Werbetrend der modernen Konsumgesellschaft sei. Doch wenn man einen Blick hinter das moderne Image von künstlichen Früchten wirft, das allzu oft zu Puppenküchenzubehör und massenproduzierte Dekoartikel degradiert wurde, wird schnell klar, dass sie in unterschiedlichen Gebieten Verwendung fanden.
