2024 fanden am Pfarrplatz in Krems an der Donau im Zuge der von Kanal- und Kabelleitungserneuerungen durch die Fa. ASINOE GmbH archäologische Untersuchungen statt. Dabei konnten über 300 Bestattungen des ehemaligen Kremser Pfarrfriedhofs dokumentiert und geborgen werden. Vereinzelt wurden bei den Bestatteten auch Beigaben aufgefunden. Als besonderer Glücksfall erwies sich der Fund eines Anhängers mit einem quadratischen Rahmen aus Buntmetall (Messing?), der an der Vorderseite eine – heute zerbrochene – Glasscheibe aufweist. Hinter dieser ist eine kleine gedruckte Grafik in Form einer sogenannten Pietà zu erkennen: In einem Medaillonbild liegt der Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Christus im Schoß seiner Mutter Maria.
Seit März 2021 wird am Institut für Realienkunde in Krems an der Donau an einem Projekt gearbeitet, das sich mit der Erfassung historischer Klosterhöfe in der Wachau als zentrale Knotenpunkte der kulturellen und gesellschaftlichen Vernetzung in der Region beschäftigt. Basierend auf Archiv- und Literaturrecherche wurden für die Wachau 142 Wirtschaftshöfe erfasst, die sich bis zum 19. Jahrhundert im Besitz auswärtiger Klöster befunden haben.