Bei mehrsprachigen Inhalten geht es nicht nur darum, einen Text in eine andere Sprache zu übertragen. Die verschiedenen Sprachversionen sollten inhaltlich denselben Informationsstand vermitteln und in ihrer Struktur möglichst übereinstimmen. Die technische Verwaltung der Sprachversionen mit Polylang wird im Kapitel „Mehrsprachigkeit“ beschrieben. Hier geht es ausschließlich um die redaktionellen Grundsätze.
Welche Inhalte müssen übersetzt werden?#
Grundsätzlich sollten alle Inhalte übersetzt werden, die für die jeweilige Sprachversion der Website relevant und für Besucher sichtbar sind. Dabei sollte nicht nur an längere Fließtexte gedacht werden. Zu einer vollständigen Sprachversion gehören gegebenenfalls auch:
- Seitentitel und Überschriften
- kurze Einleitungen und Beschreibungen
- Button-Beschriftungen
- Linktexte
- Bildunterschriften
- Accordion-Titel und -Inhalte
- Hinweise und andere kurze Texte
Bei verlinkten externen Inhalten oder Dokumenten kann nicht immer eine entsprechende Übersetzung verfügbar sein. In diesem Fall muss nicht künstlich eine Übersetzung geschaffen werden. Wichtig ist vielmehr, dass für Besucher nachvollziehbar ist, welcher Inhalt verlinkt wird.
Sprachversionen inhaltlich konsistent halten#
Die verschiedenen Sprachversionen einer Seite sollten grundsätzlich denselben aktuellen Informationsstand enthalten.
Wird ein bestehender Inhalt wesentlich ergänzt, gekürzt oder korrigiert, sollte daher immer geprüft werden, ob die Änderung auch in den anderen Sprachversionen notwendig ist.
Das betrifft insbesondere Änderungen wie:
- neue oder entfernte Abschnitte,
- geänderte Termine oder Jahreszahlen,
- neue Personen oder Institutionen,
- geänderte Links,
- aktualisierte Projektinformationen,
- ausgetauschte Dokumente.
Kleine sprachliche Unterschiede zwischen den Versionen sind selbstverständlich möglich. Eine Übersetzung muss nicht Satz für Satz dieselbe Struktur besitzen. Inhaltlich sollten jedoch keine unbeabsichtigten Unterschiede entstehen.
Übersetzen statt wörtlich übertragen#
Eine gute Übersetzung sollte in der jeweiligen Sprache natürlich und verständlich formuliert sein. Formulierungen müssen daher nicht zwangsläufig wörtlich aus der Ausgangssprache übernommen werden. Entscheidend ist, dass Bedeutung, fachliche Aussage und Ton des Originals erhalten bleiben. Besonders bei längeren wissenschaftlichen Texten sollte darauf geachtet werden, dass durch die Übersetzung keine fachlichen Aussagen verändert oder vereinfacht werden.
Eigennamen#
Eigennamen werden grundsätzlich nicht übersetzt, sofern keine etablierte anderssprachige Bezeichnung existiert.
Das betrifft beispielsweise:
- Personennamen
- Projektnamen
- Publikationstitel
- Namen von Institutionen
- Produkt- und Eigennamen
Bei Institutionen kann es allerdings offizielle Bezeichnungen in mehreren Sprachen geben. In diesem Fall sollte die von der jeweiligen Institution selbst verwendete Sprachversion verwendet werden. Im Zweifelsfall ist die offizielle Website der betreffenden Institution oder des Projekts eine gute Orientierung für die korrekte Bezeichnung.
Fachbegriffe#
Bei wissenschaftlichen und fachspezifischen Begriffen sollte auf eine einheitliche Terminologie geachtet werden. Existiert bereits eine etablierte Übersetzung eines Begriffs auf der IMAREAL-Website, sollte diese weiterverwendet werden. Unterschiedliche Übersetzungen desselben Fachbegriffs innerhalb der Website sollten vermieden werden. Bei Begriffen, für die es keine eindeutige Übersetzung gibt, ist fachliche Korrektheit wichtiger als eine möglichst wörtliche Übertragung. Im Zweifelsfall sollte die gewünschte Terminologie mit den fachlich zuständigen Personen abgestimmt werden.
Bestehende Übersetzungen als Referenz#
Bei wiederkehrenden Begriffen, Bezeichnungen oder Formulierungen sollten bereits veröffentlichte Sprachversionen als Orientierung verwendet werden. Das gilt insbesondere für:
- Institutsbezeichnungen,
- Forschungsbereiche,
- Funktionen und Positionen,
- wiederkehrende Fachbegriffe,
- Bezeichnungen innerhalb der Navigation und Website.
Damit bleibt die Terminologie über verschiedene Seiten hinweg konsistent.
Grundregel#
Eine Sprachversion sollte nicht als bloße Kopie des Ausgangstextes betrachtet werden, sondern als vollwertiger redaktioneller Inhalt. Ziel ist, dass Besucher unabhängig von der gewählten Sprache möglichst denselben Informationsstand erhalten – sprachlich verständlich, fachlich korrekt und mit einer innerhalb der Website einheitlichen Terminologie.

