Einblicke in die Arbeit an der Forschungsperspektive Intermaterialität am IMAREAL konnten Hörer*innen im Rahmen von zwei Ringvorlesungen im Sommersemesters 2026 gewinnen.

Einblicke in die Arbeit an der Forschungsperspektive Intermaterialität am IMAREAL konnten Hörer*innen im Rahmen von zwei Ringvorlesungen im Sommersemesters 2026 gewinnen.
Beim diesjährigen International Medieval Congress in Leeds (UK) vom 6. bis 9. Juli 2026 wird das IMAREAL mit zwei Sektionen und einem Empfang vertreten sein: Ab September 2026 übernimmt Elisabeth Gruber als Mitglied des IMC Leeds Programming Committee die Koordination des Strands „Daily Life“. Sie folgt damit dem langjährigen Mitarbeiter des IMAREAL, Gerhard Jaritz, in dieser
Von März 2025 bis Mai 2026 fand im museumkrems die Ausstellung „Wie im Himmel, so auf Erden. Wie auf Erden, so im Himmel? Ein Rundgang durch religiöse Praktiken in 7 Stationen“ statt. Sie war eine Kooperation zwischen dem Museumsteam – allen voran Sabine Laz und Gregor Kremser – und dem IMAREAL, vertreten durch Matthias Däumer, Peter Färberböck und Thomas Kühtreiber.
Um zentrale Punkte der Heilsgeschichte im wahrsten Sinne be-greifen zu können, arbeiten mittelalterliche Bilder des Leidens Jesu mit unterschiedlichen Mitteln. Dazu gehören auch Wege, wie das Fühlen der Figuren im Bild Trigger für ein Sensing der Inhalte durch Rezipient*innen bietet, obwohl diese nur mit den Augen die Bildfläche abtasten. Am sogenannten Znaimer Altar (benannt nach
Wie beim beliebten Spiel „Schere – Stein – Papier“ dreht sich seit Jahrzehnten ein wissenschaftliches Hegemoniegeplänkel um die drei kulturellen Hauptüberlieferungsformen. Den Ausgangspunkt machte in den 1950er/60er Jahren der „linguistic turn“, wonach – sehr zugespitzt – soziale Wirklichkeit in erster Linie durch Sprache geformt werde. Im „iconic turn“ wurde ab den frühen 1990er Jahren versucht, der Allgegenwart von Bildern und den damit verbundenen Weltbildern eine entsprechende methodische Fundierung zu verleihen. Knappe zehn Jahre später kam mit dem „material turn“ die nächste – herbeibeschworene – Wende, nach der nun die Materialität des (menschlichen) Seins quasi der Urgrund menschlichen Fühlen, Denkens und Handelns wäre.
Die interdisziplinären Forschungen zu klösterlichen Weinlesehöfen in der Wachau am IMAREAL fokussierten zuletzt auf Detailuntersuchungen zu einzelnen, archivalisch wie baulich besonders gut überlieferten Objekten.
Man stelle sich vor, der Weg führe einen durch die Schauräume eines großen Möbelhauses. Neben der auffälligen Abwesenheit von Unordnung, den geschmackvoll zusammengewürfelten Möbeln und bebilderten Anleitungen, die glaubhaft vermitteln wollen, dass ein Objekt mit 39 Schrauben (die vierzigste fehlt) und 25 Einzelteilen innerhalb einer Stunde zusammengebaut werden kann, nimmt man ein Element oft nur am Rande wahr: Die Schalen mit Plastikobst auf Tischen, Fensterbänken, Regalen und Ähnlichem. Es könnte nun vermutet werden, dass diese Objektart ein Werbetrend der modernen Konsumgesellschaft sei. Doch wenn man einen Blick hinter das moderne Image von künstlichen Früchten wirft, das allzu oft zu Puppenküchenzubehör und massenproduzierte Dekoartikel degradiert wurde, wird schnell klar, dass sie in unterschiedlichen Gebieten Verwendung fanden.
Die Verkündigung des sogenannten Schottenaltars im Wiener Schottenstift zeigt einen im Fenster hängenden Käfig mit einem Stieglitz (Abb1 und 2). Die Darstellung speist sich sowohl aus der lebensweltlichen mittelalterlichen Praxis der Vogelhaltung als auch aus den Bedeutungszuschreibungen an den Stieglitz oder Distelfink. Singvögel vertreten verschiedene Semantiken im Mittelalter.
Die Erinnerung an den Sommer scheint wie Staub durch die Finger zu fließen – und doch ist es gerade dieser Staub, der die Erinnerung wachhält. Passend zur Jahreszeit ist nun die neue Ausgabe unseres Online-Journals erschienen: MEMO #12 – Holy Dust. Staub als Material religiöser Praktiken. Die Herausgeber:innen Sabine Miesgang und Thomas Kühtreiber laden in
Am Beginn des 14. Jahrhunderts ließ der Abt des Benediktinerstiftes Göttweig die zu diesem Zeitpunkt wohl erst kürzlich neu ausgebaute Kapelle im klösterlichen Stadthof in Krems-Stein mit Wandmalereien ausgestalten. Die vollflächige Gesamtausstattung, deren Motivbestand sich glücklicherweise annähernd vollständig – wenn auch teilweise nur in der Vorzeichnung – erhalten hat, erstreckt sich über drei Räume: den Vorraum, den eigentlichen Hauptraum der Kapelle und einen weiteren Nebenraum, der vom Chor aus betreten werden kann (Oratorium?).