Am Beginn des 14. Jahrhunderts ließ der Abt des Benediktinerstiftes Göttweig die zu diesem Zeitpunkt wohl erst kürzlich neu ausgebaute Kapelle im klösterlichen Stadthof in Krems-Stein mit Wandmalereien ausgestalten. Die vollflächige Gesamtausstattung, deren Motivbestand sich glücklicherweise annähernd vollständig – wenn auch teilweise nur in der Vorzeichnung – erhalten hat, erstreckt sich über drei Räume: den Vorraum, den eigentlichen Hauptraum der Kapelle und einen weiteren Nebenraum, der vom Chor aus betreten werden kann (Oratorium?).
Das neue Themenheft (2025/1) der Zeitschrift des Mediävistikverbands Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung widmet sich dem Zusammenspiel von digitalen Methoden und mediävistischer Forschung – mit aktiver Beteiligung aus Krems: Zwei Beiträge im Band stammen aus Projekten, die am IMAREAL angesiedelt sind und in interdisziplinären Konstellationen erarbeitet wurden. Mitgewirkt haben Isabella Nicka, Miriam Landkammer, Peter Färberböck und Elisabeth Gruber.